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Grammatik & Sprachpraxis24. August 20266 Min. LesezeitGeprüfte Fachredaktion

Die 20 wichtigsten deutschen Redewendungen und Redensarten im Alltag

Entdecken Sie die wichtigsten deutschen Redewendungen und Redensarten, um Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Erfahren Sie, wie Sie diese im Alltag anwenden können.


Einführung & sprachlicher Kontext

Redewendungen und Redensarten sind fester Bestandteil der deutschen Sprache und spielen eine wichtige Rolle im Alltag und Berufsleben. Sie helfen, die Kommunikation zu bereichern und machen den Ausdruck von Gefühlen und Meinungen präziser. Ohne diese Ausdrücke würde die deutsche Sprache viel von ihrer Farbe und Vielfalt verlieren.

Die goldenen Regeln im Detail

Hier sind die 20 wichtigsten deutschen Redewendungen und Redensarten, die Sie kennen sollten:

  1. Tomaten auf den Augen haben: Bedeutet, dass jemand etwas nicht sehen oder erkennen will.
  2. Einen Frosch im Hals haben: Beschreibt einen kratzigen Hals oder eine Heiserkeit.
  3. Sich die Finger verbrannt haben: Bedeutet, dass jemand eine negative Erfahrung gemacht hat und sich vor ähnlichen Situationen hütet.
  4. Etwas auf die lange Bank schieben: Beschreibt das Aufschieben von Aufgaben oder Entscheidungen.
  5. Jemandem einen Korb geben: Bedeutet, dass jemand eine Ablehnung erfährt, oft in Bezug auf eine Liebeserklärung.
  6. In den sauren Apfel beißen: Beschreibt die Annahme einer unangenehmen Situation oder Entscheidung.
  7. Einen Vogel haben: Bedeutet, dass jemand verrückt oder verwirrt ist.
  8. Sich ins Zeug legen: Beschreibt das Engagement und die Anstrengung, die man in eine Sache investiert.
  9. Etwas aus dem Ärmel schütteln: Bedeutet, dass jemand etwas ohne große Anstrengung oder Vorbereitung erreicht.
  10. Jemandem die kalte Schulter zeigen: Beschreibt das Ignorieren oder die Ablehnung einer Person.
  11. Einen Dachschaden haben: Bedeutet, dass jemand geistig verwirrt oder unausgeglichen ist.
  12. Sich die Zunge verbrannt haben: Beschreibt das Sprechen über etwas, das man besser nicht sagen sollte.
  13. Etwas auf dem Kieker haben: Bedeutet, dass jemand etwas im Visier oder in Planung hat.
  14. Jemandem Honig um den Bart schmieren: Beschreibt das Schmeicheln oder Überreden einer Person.
  15. Einen Narren an jemandem gefressen haben: Bedeutet, dass jemand sehr verliebt ist.
  16. Sich auf die Socken machen: Beschreibt das Losgehen oder Aufbrechen von somewhere.
  17. Etwas unter den Teppich kehren: Bedeutet, dass jemand ein Problem oder eine unangenehme Sache ignoriert oder versteckt.
  18. Jemandem den Schwarzen Peter zustecken: Beschreibt das Zuweisen von Schuld oder Verantwortung an eine Person.
  19. Einen Stein im Brett haben: Bedeutet, dass jemand eine wichtige oder nützliche Information hat.
  20. Sich die Hände reiben: Beschreibt das Freuen oder Erleichtern über etwas.

Übersichtstabelle

Kategorie / ElementBedeutung & RegelAuthentischer Beispielsatz
Tomaten auf den Augen habenNicht sehen oder erkennen wollenEr hat Tomaten auf den Augen, wenn es um seine Fehler geht.
Einen Frosch im Hals habenKratziger Hals oder HeiserkeitNach der Party hatte ich einen Frosch im Hals.
Sich die Finger verbrannt habenNegative Erfahrung gemacht habenIch habe mich bei dieser Firma die Finger verbrannt.
Etwas auf die lange Bank schiebenAufschieben von Aufgaben oder EntscheidungenIch schiebe den Termin auf die lange Bank, bis ich mehr Zeit habe.
Jemandem einen Korb gebenAblehnung erfahrenSie hat ihm einen Korb gegeben, als er sie fragte, ob sie mit ihm ausgehen wolle.
In den sauren Apfel beißenAnnahme einer unangenehmen SituationIch muss in den sauren Apfel beißen und meine Meinung ändern.
Einen Vogel habenVerrückt oder verwirrt seinEr hat einen Vogel, seit er den Unfall hatte.
Sich ins Zeug legenEngagement und Anstrengung investierenIch lege mich ins Zeug, um diese Prüfung zu bestehen.
Etwas aus dem Ärmel schüttelnOhne Anstrengung etwas erreichenEr schüttelt immer wieder neue Ideen aus dem Ärmel.
Jemandem die kalte Schulter zeigenIgnorieren oder ablehnenSie zeigt ihm die kalte Schulter, seit sie sich gestritten haben.
Einen Dachschaden habenGeistig verwirrt oder unausgeglichen seinNach dem Tod seines Vaters hat er einen Dachschaden.
Sich die Zunge verbrannt habenÜber etwas sprechen, das man besser nicht sagen sollteIch habe mich die Zunge verbrannt, als ich das Geheimnis verraten habe.
Etwas auf dem Kieker habenEtwas im Visier oder in Planung habenIch habe den Berg auf dem Kieker und plane, ihn bald zu besteigen.
Jemandem Honig um den Bart schmierenSchmeicheln oder überredenEr schmiert ihr Honig um den Bart, um sie zu überzeugen.
Einen Narren an jemandem gefressen habenSehr verliebt seinEr hat einen Narren an ihr gefressen und kann nicht mehr klar denken.
Sich auf die Socken machenLosgehen oder aufbrechenEs ist Zeit, sich auf die Socken zu machen und zum Bahnhof zu gehen.
Etwas unter den Teppich kehrenEin Problem oder eine unangenehme Sache ignorierenWir kehren den Streit unter den Teppich, um den Abend nicht zu verderben.
Jemandem den Schwarzen Peter zusteckenSchuld oder Verantwortung zuweisenSie haben ihm den Schwarzen Peter zugeschoben, obwohl er unschuldig war.
Einen Stein im Brett habenWichtige oder nützliche Information habenEr hat einen Stein im Brett und kann uns helfen, die Lösung zu finden.
Sich die Hände reibenSich freuen oder erleichternIch reibe mir die Hände, weil ich endlich den Job bekommen habe.

Typische Fehler & Praxistipps

💡 Tipp für die Praxis: Verwenden Sie Redewendungen und Redensarten, um Ihre Sprache zu bereichern und authentischer zu klingen. Achten Sie jedoch darauf, sie korrekt anzuwenden, um Missverständnisse zu vermeiden.

Falsch: Ich habe Tomaten auf den Ohren. Richtig: Ich habe Tomaten auf den Augen.

Echte Praxisbeispiele & Dialoge

  • Telefongespräch:
    • A: „Ich habe mich bei dieser Firma die Finger verbrannt.“
    • B: „Das ist schade. Vielleicht solltest du es bei einer anderen Firma versuchen.“
  • E-Mail:
    • „Ich schiebe den Termin auf die lange Bank, bis ich mehr Zeit habe. Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung.“
  • Kundendialog:
    • Kunde: „Ich möchte gerne den Kauf zurückgeben.“
    • Verkäufer: „Ich verstehe. Sie haben also einen Korb bekommen und möchten den Artikel zurückgeben?“
    • Kunde: „Genau, ich habe mich geirrt.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wichtige Antworten und didaktische Merksätze zu diesem Thema

Warum sind Redewendungen und Redensarten wichtig in der deutschen Sprache?+

Redewendungen und Redensarten sind wichtig, weil sie die Sprache bereichern, Nuancen ausdrücken und die Kommunikation authentischer machen. Sie helfen, Gefühle und Meinungen präziser zu vermitteln und machen den Ausdruck vielfältiger.

Wie kann ich Redewendungen und Redensarten richtig anwenden?+

Um Redewendungen und Redensarten richtig anzuwenden, ist es wichtig, ihre Bedeutung und den korrekten Kontext zu verstehen. Es ist auch hilfreich, authentische Beispiele und Dialoge zu studieren, um ein Gefühl für ihre Anwendung zu entwickeln.

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